Samael

Mit dem Album “Above” hat die Schweizer Band Samael eine Veröffentlichung auf den Markt losgelassen, die nicht nur die Fans überrascht. Knallharter, straighter Metal ohne Kompromisse und ohne die gewohnten experimentellen Elemente. Geplant oder spontan? Metalswitzerland unterhielt sich mit dem Keyboarder XY.

Metalswitzerland (MS): „Die neue CD „Above“ hat gewisse Ähnlichkeiten mit „Cerenomy Of Opposites“ aus dem Jahr 1994. War das von Anfang her geplant“?
Samael (XY): „Eigentlich war das ganze als Nebenprojekt gedacht, aber es kam so dass wir uns sagten: das ist Samael. Und so nahmen wir es als Samael auf“.

MS: „Die Fachpresse hat bisher sehr positiv darauf reagiert. Wie sind die Reaktionen der Fans“?
XY: „Im Generellen sehr gut. Vor allem Fans von früher sind überrascht, eigentlich wie wir selbst auch. Es gibt Sachen, die man von uns nicht erwarten würde und wir von uns selber nicht erwarten würden. So eine Scheibe ist „Above“. Wir haben uns mehr auf Gitarren konzentriert und das Keyboard ganz bewusst in den Hintergrund geschoben“.

MS: „Überrascht ihr die Leute gerne“?
XY: „Ja, ich denke schon, aber wir werden selber auch gerne überrascht. Es macht das Leben aufregender. Expect us to do something unexpected. Das nächste Album ist für 2010 geplant“.

MS: „Live habt ihr ja beinahe alles erreicht was man erreichen kann. Metal Blast Headliner, Wacken Open Air, Amerika Tourneen, Dynamo Open Air und sogar das Paleo Festival. Was ist das nächste Ziel?
XY: „Wir haben zwar viel erreicht aber bei weitem nicht so viel wie andere Bands. Bisher sind wir aber sehr zufrieden. Jetzt gehen wir auf eine kleine US-Festival Tour mit fünf Bands und danach haben wir ein paar Gigs in der Schweiz“

MS: „Wäre es ein Wunsch mal am Montreux Jazz Festival zu spielen“?
XY: „Das wäre natürlich ganz geil! Die Organisatoren dort sind sensationell und offen für jede Art von Musik. Das finde ich echt toll und bemerkenswert. Ja, das wäre sicher eine tolle Erfahrung“.

MS: „Samael ist eine Band die – wenn ich mich recht erinnere – zuerst im Ausland an Bekanntheit gewann und erst danach in der Heimat. Wieso ist das so“?
XY: „Ich weiss nicht ob das korrekt ist, aber es gäbe eine einfache Erklärung. Wir haben bei einem deutschen Label unterschrieben und aus Deutschland kommen auch die grössten und wichtigsten Magazine. Möglicherweise liegt es daran. Wir spielen aber gerne in der Schweiz und werden dies im April auch tun. 1994 waren wir mit Cannibal Corpse in der Schweiz und ich denke mal, wir werden in Zukunft mehr in der Heimat spielen. Nicht dass wir nicht gerne reisen würden, aber es macht eben auch Spass mal nicht so weit zu reisen“.

Am 13. März ging es für die Band nach Amerika und bereits Ende Monat sind sie wieder in der Schweiz. Danach spielen sie am 8. April im Abart in Zürich, am 9. April im Fri-Son zu Fribourg und am 18. April im Metal-Tempel Z7 in Pratteln. Danach hofft man noch auf das eine oder andere Festival in der Schweiz.

Vieles hat sich verändert in den Jahren seit Samael unterwegs ist. „Ja, das ist wirklich so. Als wir anfingen, gab es noch kein Internet. Es sind mehr Bands unterwegs, es gibt viel mehr jüngere Leute die auf unseren Sound stehen und ich denke es ist besser als früher. Vor allem mit dem Internet. Das ist eine gute Plattform für Fans und Songs der Band. Das Publikum ist zwischenzeitlich wirklich gemischt, das macht es noch spannender und wir freuen uns auf die Shows in der Schweiz und viele bekannten Gesichter zu sehen“.

Keith