Rizon

Die Zürcher Band Rizon hat mit „Sudden Life“ ihre zweite CD veröffentlicht die auf ganzer Linie überzeugt und weltweit vertrieben wird. Wir trafen den Sänger Matthias und den Keyboarder Marco um etwas mehr zu erfahren.

Gegründet wurde Rizon 1997. Angefangen hat die Band als klassische Schülerband und hatten Anfangs nicht mal einen Bassisten. Man hat Songs geschrieben, nach ein paar Monaten diese wieder gestrichen da die Lieder uns nicht mehr gefielen und erneut neues Material geschrieben.

„Während dieser Zeit haben wir auch schon Aufnahmen gemacht, diese selber gebrannt und wir waren auch die einzigen, die das Material hörten“ erklärt Matthias lachend. Nach mehreren Besetzungswechseln erschien Anfangs 2005 ihr Debüt „Evolution“. Bei einem Erstling kann man meistens auf viel Songmaterial zurück-greifen. Wo sehen sie den Unterschied zwischen den bisherigen zwei CD’s? „Die Songs auf „Evolution“ entstanden während sechs bis sieben Jahren. „Sudden Life“ entstand während ein bis zwei Jahre und ist eher eine Momentaufnahme. Auf „Evolution“ haben wir alles selber gemacht. Wir haben erste Erfahrungen gesammelt. Das hat damals perfekt gepasst. Es zeigt die Entwicklung der Band auf. Für die Aufnahmen von „Sudden Life“ haben wir uns viel mehr Zeit gelassen. Es musste einfach alles stimmen. Aufgenommen haben wir es wiederum selber. Sogar während den Aufnahmen haben wir uns weiter entwickelt. Man hört mehr Details, nimmt Sachen wahr, die man sonst nicht gehört hat. Gemischt wurde die CD von Dennis Ward (u.a. Pink Cream 69, Krokus etc.). Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden.“



Rizon im Februar 2007



Rock City, Uster (Photo: C. Reding)

Rizon spielt Melodic Power Rock, teils keyboardlastig, teils eher gitarrenlastig mit „Doppelgesang“ von Matthias und Franziska. Die Band besteht aus sieben Musikern. Wird es da nicht etwas eng im Übungsraum? „Nein, überhaupt nicht. Unser Übungsraum ist grösser als viele Bühnen auf denen wir schon gespielt haben. Das ist absolut kein Problem. Wir proben fix zweimal wöchentlich und es ist uns allen wohl im Übungsraum.“

Die Reaktionen der Fachpresse auf “Sudden Life” waren bisher beinahe ausnahmslos positiv, was eigentlich auch die Veranstalter von Gigs und Festivals auf die Band aufmerksam machen sollte. „Gute Reviews sind nicht alles. Wir müssen unbedingt selber vermehrt auf Veranstalter zugehen. Unser Sound passt schlicht nicht überall hin. Die Musik ist zu soft für echte Metalfestivals und zu hart um es als Mainstream zu bezeichnen. Wir liegen irgendwo dazwischen und das macht es nicht einfacher um an Auftritte zu kommen.“

„Rizon ist eine Stadtzürcher Band mit Einflüssen aus dem Aargau und England“

Von den sieben Members von Rizon leben deren fünf in der Stadt Zürich, einer im Kanton Zürich und eine Gitarre stammt aus dem Aargau. Mark Wietlisbach (ex-Leroy, ex-Steve Whitney Band) stiess 2004 zur Band. Ein Jahr vor ihm fing Jim Dodd aus England bei Rizon an seinen Bass zu schwingen. Der gebürtige Engländer ist seit 1994 in der Schweiz. In seiner Heimat hat er bereits in diversen Bands gespielt.
Die CD „Sudden Life“ wird weltweit vertrieben. Wie kam es zu diesem Deal? „Wir suchten ein professionelles Label. Oliver Macchi war uns dabei behilflich. Wir hatten zwei Optionen und entschieden uns dann für Karthago Records, das über das bessere Vertriebs-Netzwerk verfügt. Die limitierte Erstauflage über 1000 CDs ist schon beinahe vergriffen. Wer diese Band noch nicht kennt und auf guten melodiösen Powerrock steht sollte unbedingt mal reinhören. Es lohnt sich. Wer es nicht tut, verpasst etwas.

www.rizon.ch

Text: Keith/Photos: Rizon & C. Reding

Rizon Live:
24. Januar 2009: Ampère, Ehrendingen
13. Februar 2009: Alpenrockhouse, Kloten/ZH
11.April 2009: Träff Loufebad, Krauchtal/BE
16. Mai: Met Bar, Lenzburg AG