Airbourne

Die australischen Überflieger Airbourne gastierten zum wiederholten Male in der Schweiz und spielten Ende November in der Basler St. Jakobhalle. Leider wurden nur 1100 Tickets im Vorverkauf abgesetzt, was die Band aber nicht davon abhielt, eine gewohnt wilde Show zu spielen. Wir trafen den Schlagzeuger Ryan O’Keffe vor dem Konzert.

Metalswitzerland (MS): Vor zwei Jahren in Huttwil erzähltest du mir vom Plan, dass ihr eure Wohnungen auflösen wollt und dann einen Bus kauft und quer durch Europa zu touren. Wieviel von diesem Plan ist wahr geworden?
Ryan O’Keffe (ROK): Na ja, eigentlich wir gar nie so etwas wie eine feste Bleibe, aber getourt haben wir beinahe pausenlos. Wir freuen uns jetzt sicher, wieder mal zu Hause zu sein und im Januar ein paar Sommerfestivals in Australien zu spielen. Es sind die ersten Auftritte in unserer Heimat seit zwei Jahren.

MS: Während dieser Zeit habe ihr es auf die Covers der wichtigsten Metalmagazine gebracht und auch ein neues Album veröffentlicht. Was habt ihr anders gemacht als bei „Runnin’ wild“?
ROK: Wir haben auf unseren Reisen sehr viel geschrieben und wir nehmen jeden Soundcheck mit auf, wenn wir neue Sachen auf der Bühne ausprobieren. Als wir genügend Material hatten, mieteten wir ein geschlossenes Pub und spielten dort alles ein. Wir hatten etwa 30-40 Songs zur Auswahl. Einige davon wurden jedoch nicht mal fertig geschrieben, andere wurden verfeinert. Es ist sehr gut gegangen und machte mächtig Spass.

Airbourne

MS: Aber in einem geschlossenen Pub gibt es kein Bier…
ROK: (lacht) Direkt nebenan war noch ein Pub und das war offen. Wir versorgten uns von dort aus.

MS: Man liest immer wieder über Airbourne, dass das Hauptmotto der Band „Live, live, live“ ist. Somit habt ihr das Album auch live eingespielt?
ROK: Wir nahmen uns Zeit und wohnten sogar im Studio. Eingespielt haben wir es live, so wie auf der Bühne, ja.

MS: Ihr liebt ja den Sound à la „Faust in die Fresse Kick-Ass Rockn’n’Roll“. Habt ihr je daran gedacht, mal was anderes zu spielen?
ROK: Ganz am Anfang haben wir viele Coverversionen gespielt. Aber seit wir eigene Songs schreiben, bleiben wir diesem Stil treu und werden dies nicht ändern. Geplant ist auf jeden Fall nichts. Wir hören uns in der Freizeit auch ganz andere Musik an, aber als Band sind wir so wie wir sind.

MS: Stimmt es, dass dein Bruder Joel ein Schlagzeug kaufte und anfing Pub-Rock zu spielen, weil er Angst hatte, dieser Stil würde aussterben und du ihn dann mit der Gitarre unterstützt hast?
ROK: Ja, das kann man wohl so sagen. Die besten CD’s fanden wir immer in den Aktionen und Wühltischen. Dies sagte uns, dass die beste Musik zu wenig Beachtung fand und so fing es an.

MS: Also spielt ihr auch gerne in Pubs?
ROK: In Pubs spielen wir sehr gerne, mit dem Publikum ein Bier kippen. Es ist einfach eine ganz andere Stimmung als in Hallen, was wir aber auch lieben. Im Moment steht eine Pub-Tour wohl nicht zur Debatte.

MS: Vielleicht zum Aufwärmen für eine nächste Tournee unter einem anderen Namen?
ROK: Gute Idee, könnte ich mir vorstellen. Wieso eigentlich nicht?

MS: Wenn ich mir eure CD’s reinziehe versuche ich vielfach dem Text zu folgen, falle dann aber automatisch wieder zurück und geniesse die Riffs ohne mich weiter um die Texte zu kümmern. Wie wichtig sind die Texte für euch?
ROK: Die Texte ist ein wichtiger Bestandteil der Songs. Ohne Lyrics wären die Tracks nicht fertig.

Die Zeit verging wie im Flug und kurz darauf betrat bereits die Vorband Enforcer die Bühne. Das Rockgewitter konnte losghen.

Keith

www.airbourne.com