Tristania

Die norwegische Band Tristania hat viele Line-Up Wechsel hinter sich und scheinen nie richtig zur Ruhe zu kommen. Mit „Rubicon“ erschien dieses Jahr nach drei Jahren ihre sechste CD, die trotz der Wechseln innerhalb der Band eine überzeugende Veröffentlichung ist. Wir trafen die neue Sängerin Mariangela und unterhielten über dies und das.

Metalswitzerland (MS): Tristania hat einige Wechsel hinter sich. Denkst du, dass das jetzige Line-Up für längere Zeit bestehen bleibt?
Mariangela (MD): Ja, ich denke schon. Wir passen alle gut zusammen und haben alle ein gutes Gefühl. Auch vom Alter her passen wir zusammen wie auch musikalisch. Wir sind auch im privaten Bereich viel zusammen. Die Chemie stimmt auf jeden Fall und wir bewegen uns auf einem höheren Level.

MS: Wieviel Einfluss konntest du als neue Sängerin auf das neue Material nehmen?
MD: Wir haben alles gemeinsam gemacht – ich habe mich dabei auf die Parts konzentriert die für den Gesang wichtig sind, habe auch Texte mitgeschrieben. So ist die CD ein Gemeinschaftswerk.

Tristania

MS: Wie kamst du von Sardinien nach Norwegen zu Tristania?
MD: Ich hatte mein Studium beendet und war ohne Job. Mein Ziel war es in Sachen Musik etwas zu machen und kam vor drei Jahren nach Norwegen. Dabei landete ich bei Tristania. Es macht Spass, auch wenn es manchmal hart ist. Diese Tour geht jetzt zu Ende und wir sind alle ziemlich müde. Und an das Wetter in Norwegen habe ich mich noch nicht richtig gewöhnt.

MS: Wie hast du dich bei der Band eingelebt?
MD: Ganz gut. Klar, ich musste und wollte mich an ihren Sound anpassen, habe auch Ideen einfliessen lassen, die zur Musik passen. Das ging nicht von einem Tag auf den anderen und wir waren erst nach etwa drei Jahren bereit für eine CD. Mit dem Resultat sind wir zufrieden auch auf dieser Tour hatten wir bisher nur positive Feedbacks. Das stellt natürlich auf und motiviert gewaltig.

MS: Eure Musik wird ganz verschieden umschrieben. Da hört man Gothic, Metal und immer ist das Wort „Klassik“ dabei. Wie umschreibst du die Musik?
MD: Ich schubladisiere nicht gerne – entweder es gefällt oder gefällt nicht. Aber wenn du mich so fragst, am ehesten Gothic-Prog-Rock-Metal.

MS: „Rubicon“ blitzte in der Schweiz in den Top 100 der Album Charts auf. Überrascht?
MD: Ja, das kann man sagen. Es ist für eine Band sicher nicht einfach mit einer neuen Sängerin an den Start zu gehen. Daher ist es umso schöner das erleben zu dürfen.

MS: Siehst du das Internet eher als Problem oder auch als Chance?
MD: Ich sehe es eher als Problem. Wenn Songs illegal herunter geladen werden geht das an uns vorbei – es ist wie wenn man einen Job macht und nicht bezahlt wird. Wir sind also auf CD Verkäufe angewiesen. Aber das Problem besteht. Viele jüngere Leute interessiert das Art Work und die Informationen nicht – sie wollen nur die Musik. Das ist schade, aber wir müssen wohl damit leben.

MS: Deine abschliessenden Worte?
MD: Dank an allen Fans für die tolle Unterstützung und wir sind zuversichtlich, das alles noch besser wird.

Keith

www.tristania.com