Rhapsody Of Fire

Rhapsody Of Fire ist wohl eine der ganz wenigen Bands im Metal-Bereich aus Italien die international den Durchbruch geschafft haben. Sie mischen Elemente der klassischen Musik und Filmmusik mit Power Metal, was einen einzigartigen Stil ergibt den sie seit Jahren mit Erfolg zelebrieren. Am 17. Juni 2011 erscheint mit „From Chaos To Eternity“ ihr neuntes Studioalbum. Wir unterhielten uns mit Bandgründer Alex Staropoli.

 

Metalswitzerland (MS): Das neue Album ist ein weiterer Meilenstein in eurer Geschichte. Der Sound ist im Vergleich zum Vorgänger „The Frozen Tears Of Angels“ nochmals etwas härter ausgefallen ohne aber eure typischen Zutaten beizumischen. War das genau so geplant oder ergab es sich einfach?
Alex Staropoli (AS): Es war volle Absicht bereits auf „The Frozen Tears Of Angels“ der Gitarre wieder mehr Raum zu lassen. Wir fanden unseren Sound phasenweise etwas zu leicht, wollten wieder härter werden und doch die Melodie nicht ausser Acht lassen. Dies haben wir auf „From Chaos To Eternity“ weiter geführt. Es war für uns einfach ein Muss wieder härtere Klänge einzubauen.

 

MS: Auf der neuen CD sind die meisten Songs in Englisch. Einige Lieder singt ihr auf Italienisch. Hat das einen speziellen Grund?
AS: Einen speziellen Grund hat es eigentlich nicht. Früher haben wir nur in Englisch gesungen. Irgendwann haben wir mal was in Italienisch versucht und es hat grossartig geklungen. Daher haben wir es wieder versucht und ich denke es ist uns sehr gut gelungen. Wir sind auch stolz darauf.

Rhapsody Of Fire

MS: Ihr habt auch dieses Mal einen recht prominenten Gast, der auf der CD vertreten ist. Christopher Lee übernimmt ein paar Teile wie Sprechrollen. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit ihm?
AS: Als wir uns einer seiner Filme schauten fiel uns seine Stimme auf und dachten, dass sie perfekt zu unserem Sound oder Teile gewisser Songs passen würde. So haben wir ihn angefragt. Er selber ist auch ein Musikfan und hat so gut wie sofort zugesagt. Wir arbeiten jetzt schon ein paar Jahre zusammen und es macht Spass.

MS: Die italienische Metal Szene ist zwar relativ gross was Anhänger angeht, aber Bands und vor allem Auftrittsmöglichkeiten sind eher Mangelware. Seid ihr von eurem Erfolg überrascht?
AS: Als wir anfingen war das Ziel natürlich schon, Erfolg zu haben und bekannt zu werden. Wir haben eigene Songs geschrieben und einen eigenen Stil entwickelt. Allerdings waren wir sehr überrascht wie schnell alles ging. Wenn man innerhalb von drei Monaten 70'000 CD’s verkauft ist das schon ein Wahnsinnsgefühl.

MS: Wie bei vielen Künstlern bringt der Erfolg aber auch Probleme mit sich. Ihr hattet dies in Form eures Bandnamens und der Nebenprojekte von Luca. Sind diese Probleme aus der Welt geschafft?
AS: Über verheilte Wunden rede ich nicht gerne. Aber ja, es ist alles aus der Welt geschafft und alle sind glücklich mit den gefundenen Lösungen.

MS: Auf dem Infoblatt steht, dass nun eine lange Geschichte die ihr auf den CD’s erzählt zu Ende geht. Nach 15 Jahren und neun CD’s. Was kommt als Nächstes? Ein Buch mit der Geschichte oder eine neue Geschichte?
AS: Da haben wir uns absolut noch keine Gedanken darüber gemacht. Priorität hat jetzt die Tour und alle Live-Auftritte. Wir konzentrieren uns voll auf das und alles andere sehen wir später.

MS: Werden die Fans bereits in den Genuss der neuen Songs kommen wenn ihr jetzt die Festival-Saison in Angriff nehmt?
AS: Wir werden während diesen Auftritten hauptsächlich bekanntere Songs spielen. Möglicherweise bauen wir einen neuen ein, aber der Hauptteil wird nicht von der neuen Scheibe sein. Geplant ist eine Tour im Herbst während der dann die neuen Songs live vorgestellt werden.

Keith
www.rhapsodyoffire.com