| John Wetton - Raised in captivity |
John Wetton vorstellen zu wollen, hiesse Wasser in den Rhein tragen. Nebst seinen bekannten Band Aktivitäten (King Crimson, Asia, Uriah Heep, U.K., Icon, etc.) ist dies ja auch schon das sechste Solo Album des von seiner Alkoholsucht genesenen und entsprechend wieder energiegeladenen Sängers und Bassisten. Die CD bietet den erwarteten Klangkosmos und dass auf praktisch jedem Song noch ein Star (Steve Morse, Mick Box, Tony, Kaye, Steve Hacket, Robert Fripp, etc.) oder Sternchen (Anneke von Giersbergen) mitwirkt, schadet auch nicht. Gut bloss, dass die auf meiner Demo-CD noch vorhandene Song-Reihenfolge umgestellt wurde, denn sonst würde man einschlafen (ausgenommen "New star rising" mit Mick Box), bevor die richtig guten Titeln kommen. Und von diesen hat es doch ein paar und die kommen nun erfreulicherweise in der ersten Hälfte der Scheibe: "Lost for words" (no.1) ist ein schöner Feger mit coolem Gitarrensolo von Saitenhexer Steve Morse. Der Titeltrack (no. 2) ist ein treibender Monumentalsong. "Last night of my life" (no. 4) knallt ebenfalls prima nach vorne und bringt noch ein paar Prog-Einlagen und "Human condition" (no. 6) zeigt klar, wo der Bartli den Most holt. Doch das Fazit bleibt leider: Weniger wäre mehr gewesen; eine EP hätte keine Füller aufgewiesen und durchwegs überzeugt. |